Mittwoch, 10. Oktober 2012

Zürich - nützliche Tipps zur Wohnungssuche, Jobsuche und mehr


Wer nach Zürich (zu schweizerdeutsch "Züri") ziehen möchte, findet hier ein paar organisatorische nützliche Tipps.

Zu allererst beginnt die Bewerbung und Jobsuche in Zürich.

Der Schweizer Lebenslauf ist etwas ausführlicher als der deutsche Lebenslauf. Es gibt im Internet aber genügend Vorlagen dafür.

Es gibt eine sehr grosse Auswahl an Jobs, aber auch jede Menge Konkurrenz an anderen Bewerbern. Eine der grössten Jobbörsen für Zürich sind jobs.ch oder indeed.ch. Natürlich kann man auch auf den Websites der Unternehmen fündig werden, wenn man bereits weis in welchem Unternehmen man gerne arbeiten möchte. Zu beachten ist allerdings, dass die Homepage eventuell nicht aktualisiert wurde und Du dich auf einen Job bewirbst, der nicht mehr zu besetzen ist.

Gehälter

Informiere Dich am besten über google, wie das Gehalt für Deinen angestrebten Beruf ungefähr ist. Informiere Dich auf mehreren Seiten, um ein Gefühl zu bekommen, welche Gehälter üblich sind und gehe vom Durchschnitt aus. Es gibt viele Statistische Erhebungen nach Branchen, teilweise gibt es Kommentare von Lesern. Mit diesen Informationen solltest Du vorerst klar kommen.

Die Gehälter in der Schweiz sind höher als in Deutschland, jedoch sind auch die Lebenshaltungskosten höher. Ein Firmenbewertungsportal ist kununu.com, dort geben Arbeitnehmer Bewertungen zu den Arbeitgebern ab.



Auf dieser Seite kann man sich den Schweizer Nettolohn ausrechnen lassen, also eine Art Brutto-Netto Rechner für das Schweizer Gehalt: http://www.lohncomputer.ch/ 
Ausländer (bis Einkommen von 120.000 CHF) bezahlen in der Schweiz eine Quellensteuer, die direkt vom Lohn abgezogen wird. Wer über 120.000 CHF verdient macht eine normale Steuerabrechnung, wie die Schweizer auch, am Ende des Jahres.  Der Netto-Brutto-Rechner ist bis auf ein paar Franken hin oder her recht genau.


Sind die Interviews hinter einem und der Arbeitsvertrag in der Tasche, so beginnt die Wohnungssuche. Wie immer gilt, je näher am Zentrum in Zürich, desto teurer auch die Mieten. Zürich ist in verschiedene Kreise aufgeteilt und je nach Kreis, sind die jeweiligen Mieten unterschiedlich. Wer ein Auto hat, sollte bedenken, dass es in der Stadt weniger Tiefgaragenplätze gibt, als etwas ausserhalb.

Aus meiner Erfahrung kostet ein Zimmer in Zürich zwischen 700 und 1.100 CHF warm. Eine 2 bis 3 Zimmer Wohnung, gibt es durchschnittlich ab 2.500 CHF warm. Je nach Grösse und Lage der Wohnung ist das natürlich unterschiedlich. Die genauen Preise schaut ihr am besten bei den Websiten zu Wohnungssuche nach.

Zur Wohnungssuche in Zürich gibt es einige Webseiten. Für die Wohnungssuche in Zürich kann ich homegate.ch oder immoscout24.ch empfehlen. 

Wer ein Zimmer sucht wird hier fündig:
wgzimmer.ch
students.ch 
http://www.woko.ch/en/


An der Besichtigung ist nicht unbedingt eine Anwesenheitspflicht erforderlich. Über die Immobilienverwaltung kann ein Anmeldeformular angefragt werden, das wie eine Art Bewerbung ausgefüllt wird und an die Immobilienverwaltung gesendet wird. Die Immobilienverwaltung wählt im Anschluss den passenden Kandidaten aus.


Ist der Mietvertrag unterschrieben, so können die nächsten Schritte angegangen werden. Das Anmelden in Zürich oder bei der Gemeinde, in die man gezogen ist, sollte innerhalb von 10 Tagen erfolgen. Dort bekommt man den Ausländerausweis ausgestellt, der zwischen 2 und 4 Wochen braucht, bis er abgeholt werden kann. Mit dem Mietvertrag und dem Ausländerausweis kann die Kontoeröffnung beginnen. In der Schweiz sind fast alle Konten gebührenpflichtig. Wer jedoch keine Filiale braucht und sich die Gebühren sparen möchte, kann zu moneynet.ch gehen.


Die Krankenversicherung findet sich über Comparis.ch dort lässt sich mit Eingabe des  Geschlechts, Geburtsdatums und der Postleitzahl die günstigste Prämie finden. Als Krankenkasse kann ich die CSS Versicherung empfehlen. Hatte bis jetzt kein Probleme damit. Bei comparis lassen sich Versicherungen aller Art vergleichen, aber auch Wohnungen finden oder Handytarife sind zu berechnen.

Den Strom in Zürich meldet man beim EKZ an. Dies sollte normal der Vermieter übernehmen, ist aber leider nicht immer der Fall. Beim Umzug teilt man dem EKZ mit, dass man umgezogen ist.

Die Bilag ist die deutsche GEZ. Ob man seinen Radio und/oder Fernseher anmeldet, bleibt jedem selbst überlassen. Die Strafen für die Nichtanmeldung sind recht hoch. In der Schweiz empfehlen daher die Meisten die Gebühr zu zahlen. 


Die öffentlichen Verkehrsmittel funktionieren in der Schweiz allgemein recht gut und sind relativ bezahlbar. Zürich ist hierbei in mehrere Zonen aufgeteilt. Die Zonen sind auf dem Zonenplan des ZVV von Zürich aufgezeigt. Die Zone 110 ist der Stadtbereich Zürich und wird bei der Preisberechnung doppelt gezählt. Informieren kann man sich beim ZVV.


Es gibt verschiedene Abos (Monat, Jahr oder auch ein 6er Ticket) für Zonen oder auch bestimmte Strecken. Wer jede Fahrt einzeln bezahlt und ein Jahr in Zürich ist, kann sich ein Halbtax kaufen. Das Halbtax ist wie die Bahncard 50 und es wird immer der halbe Preis berechnet. Wer in der ganzen Schweiz unterwegs ist kann sich überlegen ein Generalabo (oder kurz GA) zu kaufen. Es ist recht teuer und lohnt sich nur bei vielen Fahrten in der ganzen Schweiz.

Den deutschen Führerschein darf man ein Jahr lang behalten und muss ihn aber zwingend nach einem Jahr ummelden lassen. Hierfür wird der deutsche Führerschein abgeben und nach ein paar Wochen erhält man einen schweizer Führerschein. Wenn man sein Auto aus Deutschland mitnimmt muss man einen sogenannten MFK-Test machen. Was ich gehört habe, ist der Test sehr streng und das Auto muss wirklich gut in Schuss sein, dass es den Test "besteht".   

Der Müll wird über Gebührensäcke entsorgt, dies gilt für Hausmüll und Plastik. Diese Gebührensäcke gibt es im entsprechenden Stadtgebiet bei der Post, Lidl, Aldi, Migros oder Coop zu kaufen. Dosen, Papier, Karton und Flaschen werden separat gesammelt in den bereit gestellten Containern.

Auf Facebook gibt es Gruppen, die Neulingen bei ihren Fragen behilflich sind, wie beispielsweise: Neu in Zürich oder Deutsche in Zürich. 

Bei comparis gibt es übrigens auch eine Checkliste für den Umzug


Und jetzt noch ein paar Infos, die man nicht umbedingt braucht, aber trotzdem nützlich sind ;-) 

Zürich ist nicht umsonst die teuerste Stadt der Welt. Das Leben hier ist teuer, das bezieht sich sowohl auf die Mietpreise, die Restaurant oder Diskopreise als auch die Beiträge zur Krankenversicherung. In der ganzen Schweiz sind die Preise für Lebensmittel um einiges teuerer als in Deutschland. Besonders Fleisch und Wurst ist teurer.  

Lebensmittel sind am günstigsten im Aldi Suisse oder Lidl, gefolgt von Denner. Teurer sind Migros oder Coop. Die Coop Pronto sind noch etwas teuerer, da sie meistens von 6 bis 22 Uhr oder noch länger geöffnet haben. Den Luxus länger einkaufen zu können bezahlt man natürlich mit. Migros und Coop haben dafür fast alles von Lebensmittel über Elektrowaren und teilweise sogar Kleidung, je nach Grösse. 

Wichtige Termine in Züri - nicht verpassen ;-) 
Im August ist immer die Streetparade in Zürich und im September ist das grösste Volksfest  von Züri - das Knabenschiessen.

 In der Schweiz gibt es coole Getränke, die es in Deutschland nicht gibt: das Rivella und das Flauder. Mhhmm, beides sehr lecker!

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Im Paninoteca La Penisola gibt es große und wirklich gute Paninis für 8 CHF.

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An den S-Bahnen und Trams gibt es überall kostenlos die Zeitung Blick am Abend und morgens gibt’s ebenfalls kostenlos die Zeitung 20 Minuten. So hat man in der S-Bahn oder dem Zug immer was zu lesen! Die Zeitung 20 Minuten gibt es übrigens auch als App, falls die Zeitung weg sein sollte ;-)
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Mein Heimweg führt meistens über den Hauptbahnhof in Zürich und beim Zugfahren kann ich an der Limmat entlangfahren. 
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Und am Wochenende kann man in einem der vielen Einkaufszentren, wie zum Beispiel im Letzipark in Altstetten bummeln gehen. Um einiges besser ist jedoch das Shoppi Tivoli in Spreitenbach. Spaß muss schließlich sein ;-)

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Kommentare:

  1. Hihi... alleine der Name Flauder finde ich nett. ^_^ Rivella (rot) hab ich mal vor Jaaaahren getrunken... weiß aber gar nicht mehr, wie's schmeckt. Sowas liebe ich ja, wenn man im "Ausland" ist, lauter Sachen die es daheim nicht gibt. :-)

    Liebe Grüße
    Christina

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  2. Ich versuch dir ein Rivella mitzubringen am Samstag. ;-) Lg

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